Als Absentismus wird das wiederholte Fernbleiben von Mitarbeitern am Arbeitsplatz bezeichnet. Dies stellt sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeiter eine Herausforderung dar. Im Gegensatz zu krankheitsbedingter Abwesenheit oder geschäftlichen Verpflichtungen zeigt Absentismus ein regelmäßiges Muster der Nichtanwesenheit, das oft auf mangelnde Motivation zurückzuführen ist.
Ursachen und Folgen von Absentismus
Die Ursachen sind jedoch vielfältig:
- Private,
- berufliche und
- gesundheitliche Probleme
können Absentismus verursachen. Wie beispielweise Eheprobleme, Herausforderungen des Homeoffice während der Pandemie, abwesender Führungsstil, mangelnde Kommunikation oder Alkoholabhängigkeit.
Als Modelle zur Erklärung von Absentismus zählen unter anderem:
- Rückzugsmodell: Betroffene vermeiden belastende berufliche Tätigkeiten und ziehen sich zurück.
- Medizinisches Modell: Betroffene nutzen Abwesenheit, um gesundheitliche Belastungen durch die Arbeit zu vermeiden.
- Abweichendes-Verhalten-Modell: Betroffene bleiben aufgrund fehlender sozialer Integration der Arbeit fern.
Gravierende Folgen von Absentismus sind finanzielle Belastungen durch unerledigte Arbeit, geringere Mitarbeiterbindung und Produktivitätsverluste.
Maßnahmen gegen Absentismus
Es gibt verschiedene Ansätze zur Bekämpfung von Absentismus:
- Proaktive Maßnahmen: Belohnung einer hohen Anwesenheitsquote, emotionale Unterstützung der Mitarbeitenden, klare Erwartungen an die Anwesenheit
- Individuelle Lösungen: Ursachen klären und gemeinsam mit Betroffenen Lösungen finden.
- Strukturelle Lösungen: Hilfsangebote, Pflege der Unternehmenskultur, klare Konsequenzen
Insgesamt ist es entscheidend, Absentismus frühzeitig zu erkennen und aktiv dagegen vorzugehen, um die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu verbessern.